Ready4NAS

Viele denken bei dem Wort Netzlaufwerk und Backup an eine IT Infrastruktur wie man sie von

der Firma her kennt. Dabei ist dies weit gefehlt. Die Speicherung und vor allem die Datensicherung von Gigabyte an Bildern, Filme und Dokumente zieht immer mehr auch in die heimischen 4 Wände ein. Gerade in der heutigen Zeit in der Bilder, Rechnungen und Urlaubsfilme digital gespeichert werden, ist der Speicherplatz und die Sicherungskopien der privaten Daten notwendig. Vorausgesetzt man möchte seine Urlaubsbilder und Dokumente auf lange Zeit behalten.

Hierzu gibt es die Alternativen einen

  • Privaten Server
  • Internetdienstleister wie box.net oder dropbox

zu verwenden.

In diesem Bericht wird nur auf den privaten Server eingegangen. Die Daten auf einem Internetdienstleister ist zwar kostenlos, bringt aber auch einige Gefahren mit sich. Ein interessanter Artikel dazu gibt es auf heise.

Privater Server

Für einen privaten Server muss man keine Unsummen an Geld ausgeben oder eine teure Hardware kaufen die extra gekühlt werden muss und immense  Stromkosten verursacht. Ein NAS (Network Area Storage) erfüllt diesen Zweck ausreichend. Dabei handelt es sich um eine kleine Box die mehrere Festplatten enthalten kann. Die groben Spezifikationen kann man der Tabelle entnehmen.

Setzt man in einem NAS mehrere Festplatte ein, so kann man diese als RAID (Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten) zusammenschalten und dadurch eine automatische Datenredundanz mit Schutz vor Hardware-Ausfällen erreichen.

Einsatzmöglichkeiten

Der NAS Server mit RAID Funktionalität ist prädestiniert für die Datensicherung. Fällt z.B. eine Festplatte aus, so kann diese schnell ohne Datenverlust ersetzt werden. Man muss schon extrem viel Pech haben, dass beide Festplatten gleichzeitig ausfallen. Um dieses Risiko noch weiter zu minimieren sollte man Festplatten von unterschiedlichen Produktionsreihen verwenden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Festplatten einer Produktionsreihe zur relativ gleichen Zeit defekt gehen ist recht hoch. Erkennen kann man die Produktionsreihen an der Seriennummer.

Lokal

ReadyNas Spezifikation

Der Zugriff auf einen NAS Server erfolgt normalerweise in einem lokalen privaten Netzwerk.
Dabei werden so genannte „Shares“, also freigegebene Laufwerke, angelegt und es kann mittels des Protokolls CIFS/SMB von einem PC mit Microsoft® Windows zugegriffen werden. Besitzer eines PCs mit Mac OS X kann mittels dem AFP Protokoll auf das Netzlaufwerk zugreifen. Linux PC Besitzer verwenden SMB oder NFS. Jedes Laufwerk oder Verzeichnis kann über Zugriffsrechten gesichert werden. Damit sind die Daten auch in den eigenen 4 Wänden vor z.B. Gästen geschützt sind. Dazu werden Benutzer auf den NAS Server angelegt und die Rechte der Benutzer bei den einzelnen Shares bzw. Verzeichnissen gesetzt.

Remote

Um von Unterwegs auf seine Daten zuzugreifen und um z.B. seinen Freunden / Verwandten Daten zur Verfügung zu stellen, kann man „Shares“ für den HTTP Zugriff freigeben. Dabei wird das Protokoll WebDAV verwendet. WebDAV wird von den meisten Betriebsystemen automatisch unterstützt und verhält sich wie ein Netzlaufwerk auf HTTP / HTTPS Protokoll Basis. Wichtig hierbei ist allerdings, dass der Router (DSL-Router) in seinem Netzwerk  Zuhause entsprechend konfiguriert wird um den HTTP bzw. HTTPS Port direkt auf den NAS Server weiterzuleiten. Zudem benötigt man eine Dynamische DNS Adresse (kurz DynDNS). Diese gibt es von vielen Anbietern und kann kostenlos beantragt werden. Der Aufbau der DynDNS ist meist nach dem Modell meinDNSName.dyndns.org oder meinDNSName.homedns.org. Wobei dyndns.org und homedns.org die Anbieter sind. Die Zugangsdaten zum DynDNS werden im Router konfiguriert und der Router meldet jedes mal wenn er eine neue IP-Adresse vom Netzbetreiber erhält diese an den DynDNS Server. Dazu sollte man einfach im Router Handbuch nachschlagen. Ist man jetzt z.B. mit seinem Laptop unterwegs, dann kann man über den Browser seinen Server immer über z.B. meinDNSName.homedns.org erreichen. Somit hat man immer seine Bilder, Filme und Dokumente „on the go“.

Neben der Datensicherung bietet sich der NAS Server auch für Media Streaming an. D.h. es können Bilder, Musik und Filme einfach auf Endgeräte „gestreamt“ werden. Dazu unterstützen die NAS Server unterschiedliche Protokolle. Die Protokolle eines ReadyNAS von Netgear® kann man der Spezifikation der Tabelle entnehmen.

Reichen die genannten Funktionen nicht aus, kann der ReadyNas von Netgear mit zusätzlicher Software einfach erweitert werden. Auf der ReadyNas Homepage gibt es Erweiterungen um PHP und die Datenbank MySQL zu installieren. Weiterhin kann man die Blog Software WordPress oder Drupal installieren und betreiben. Die Software Erweiterung lädt man sich auf der genannten Homepage herunter und installiert diese über die Admin Oberfläche. Und sollte der Arbeitsspeicher des ReadyNas ein mal mit 256MB zu knapp bemessen sein, so kann man 1GB SO-DIMM RAM zusätzlich installieren.

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